Geschichte

Historische Hintergründe der Elektrokrampftherapie

Die Ursprünge der „Krampftherapie“ finden sich bereits im späten Mittelalter. Als therapeutisches Mittel gegen Geisteskrankheiten war der epileptische Anfall bereits sehr früh bekannt. Er wurde bereits im sechzehnten Jahrhundert von Paracelsus künstlich herbeigeführt. Dabei verwendete er Kampfer, um den Krampfanfall auszulösen, was jedoch eine relativ unzuverlässige Methode darstellte. Es dauerte danach ein paar Jahrhunderte bis der Krampfanfall von Ladislav von Meduna Anfang des 20. Jahrhundert weiter entwickelt wurde. Ab 1934 wurde der „Heilkrampf“ dann mit Hilfe elektrischer Stromimpulse herbeigeführt. Diese Methode war wesentlich sicherer und besser steuerbar, als die ungewisse medikamentöse Herbeiführung des Heilkrampfes. Seit den 1970er Jahren wurde die Elektrokrampftherapie dann (nur noch) unter Narkose durchgeführt, was eine ganz wesentliche Verbesserung für die behandelten Patienten darstellte. [Wolf, Soziodemographische und klinische Prädiktoren der Ansprechrate der Elektrokonvulsionstherapie…2011, S.7; Faust, Volker – Psychiatrie Heute, 2009, S.3]]